Aus Abfall wird verwertbares Material: Das große Aufräumen nach dem Sturm

„Vollständige Verwüstung!“ Mit diesen Worten beschrieben viele Gemeindevertreter die Folgen des Hurrikans „Michael“ im Oktober 2018. Während Hurrikans wie „Katrina“ eher akute bauliche Schäden verursachte, wird man sich mit „Michael“ an den Sturm erinnern, der eine Schneise der Zerstörung erheblichen Ausmaßes in der Vegetation der Küstengemeinden von Florida und Georgia hinterließ.

Die von Hurrikan „Michael“ verursachten Schäden sorgten zwar für internationale Aufmerksamkeit, die eigentliche Arbeit begann aber erst nach der Abreise der Journalisten. Das Unternehmen Ceres Environmental Services Inc. führte einen Großteil der anfänglichen und langfristigen Aufräumarbeiten nach Hurrikan „Michael“ aus. Es zählt zu den weltweit größten Unternehmen, die Gemeinden nach großen Naturkatastrophen beim Wiederaufbau und der Instandsetzung ihrer Gemeinden unterstützt. Ceres arbeitet mit einem qualifizierten Team, das in jeder Aufräum- und Wiederaufbauphase nach einer solchen Katastrophe Hilfe leisten kann. Nach Hurrikan „Michael“ kam in großem Umfang Gerät des Unternehmens beim Räumen und Verarbeiten von organischen Abfällen in Jackson County, Florida, zum Einsatz.

„Dieser Teil Floridas wurde besonders hart von Hurrikan ‚Michael‘ getroffen“, erklärte Donny Bauer, Projektleiter bei Ceres Environmental Inc., ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Ceres Environmental Services Inc. „Der Orkan hinterließ in den Gemeinden und ländlichen Regionen eine unvorstellbar große Anzahl an umgestürzten Bäumen. Unsere Mannschaften wurden gerufen, um bei der Räumung von Grünabfällen auf Straßen, deren Abtransport und dem Zerkleinern des Materials zu einer Größe zu unterstützen, in der es wiederverwertet werden kann.“

Aufräumphasen 1 und 2

Der erste Schritt eines solchen Projekts ist das „Schneiden und Schieben“. Nach erteilter Genehmigung durch die lokalen Behörden und die für Katastrophenschutz und -hilfe zuständige Federal Emergency Management Agency waren die Teams von Ceres dafür verantwortlich, die Straßen freizuräumen, um Einsatzfahrzeugen und anderen für Aufräumarbeiten zuständigen Dienstleistern die Zufahrt zu ermöglichen. Nachdem diese Aufgabe erledigt war, konzentrierten sich die Teams darauf, den von anderen Gruppen und Grundbesitzern gesammelten Grünabfall wegzuschaffen.

„Der organische Abfall wurde so zerkleinert, dass er für seine Weiterverarbeitung zu einer anderen Stelle abtransportiert werden konnte“, so Donny. „Die bei Hurrikans anfallenden Materialmengen sind für eine effiziente Verarbeitung durch die Häcksler der Gemeinden einfach zu groß. Diese kommen zwar trotzdem umfangreich zum Einsatz. Die massigen, großvolumigen Stücke aber werden mit Horizontalzerkleinerern und Großrecyclern transportiert und verarbeitet.“

Phase 3: Zerkleinern

Das in Jackson County gesammelte organische Material wurde zu einem 48,6 ha großem Grundstück abtransportiert, wo es für seine spätere Weiterverarbeitung hoch aufgeschichtet wurde. Ceres lieferte neun Zerkleinerer, mit denen das Abfallvolumen um ca. 75 % und die vom Abfall in Anspruch genommene Fläche von rund 48,6 ha auf dann nur noch 2 ha reduziert werden konnte.

Die von den Teams zur Verarbeitung der Materialberge eingesetzten Geräte waren: zwei Vermeer HG6000 Horizontalzerkleinerer, vier Vermeer HG6800TX Horizontalzerkleinerer mit Raupenlaufwerk, zwei Vermeer HG8000 Horizontalzerkleinerer und ein Vermeer TG7000 Großrecycler. Grund für die Auswahl dieser Maschinen war für das Ceres-Team deren Mobilität und Produktionsmengen. „48,6 ha, das ist eine enorme Fläche, und es ist sicherlich effizienter, die Position der Zerkleinerer zu ändern, als das Material zu den Maschinen zu schaffen“, so Donny. „Insbesondere die vier HG6800TX Zerkleinerer auf Raupenlaufwerk konnten sich schnell von einem Haufen zum nächsten bewegen. So konnten die Zykluszeiten verkürzt und Treibstoff gespart werden.“

Die Bediener der Zerkleinerer bei Ceres betonten außerdem, dass die Horizontalzerkleinerer von Vermeer über Universalsteuerungen verfügen. „Solche für mehrere Geräte einsetzbaren Steuerungen sind bei den Herstellern von Zerkleinerern eine Seltenheit“, so Donny. „Die Maschinen sind außerdem bedienerfreundlich. Neulinge finden sich einfacher zurecht, finden schneller zu ihrem Arbeitsrhythmus.“

Bei acht der für die Arbeiten eingesetzten Geräte handelte es sich zwar um Horizontalzerkleinerer, allerdings spielte der einzige Großrecycler TG7000 von Vermeer bei den Arbeiten eine maßgebliche Rolle. „Bei hohen Windgeschwindigkeiten werden Bäume oft entwurzelt, d. h. wir hatten es mit riesigen Wurzelballen zu tun“, erklärte Donny. „Unser Zerkleinerer war mit einem 3-m-Trichter ausgerüstet, der mit derart großen, unförmigen Materialstücken gut zurechtkommt.“

Die Wartung nicht aus den Augen verlieren

Zeitvorgaben und das Materialvolumen bestimmten die Anzahl der Zerkleinerer, die erforderlich waren, um ein solch umfangreiches Projekt übernehmen zu können. Ceres ist eines von wenigen Unternehmen, die in der Lage sind, so viele Zerkleinerer gleichzeitig an einem einzigen Standort zu betreiben. Der Betrieb und die entsprechende Wartung von neun Zerkleinerern ist für das Unternehmen allerdings eine Großaufgabe. „Die besonderen Umstände des Projekts ließen zahlreiche anfallende Verschleißteile erwarten“, so Donny, „und wird mussten regelmäßige Wartungsarbeiten einkalkulieren.“

Um die Produktion bei der Zerkleinerung zu maximieren, hat das Team Ceres die Unterstützung von Vermeer RDO in Anspruch genommen, noch bevor die Arbeiten überhaupt begannen. „Wir haben das Team von Vermeer RDO konsultiert, um sicherzustellen, dass wird auf einen ausreichenden Bestand an verfügbaren Teilen zurückgreifen können und nicht darauf angewiesen sind, auf Ersatzteillieferungen zu warten. Deren Team hat die Sachlage erkannt, sich selbst übertroffen und uns zur Unterstützung unseres Wartungsteams vor Ort einen Ersatzteilehänger und einen Kundendiensttechniker bereitgestellt.“

Einige der Zerkleinerer, mit denen das Team von Ceres arbeitet, sind außerdem mit dem Vermeer Damage Defense-System ausgestattet, das einen Abschaltvorgang einleitet, wenn bestimmte metallische Fremdstoffe detektiert werden. „Bei Arbeiten nach einem Hurrikan befindet sich oft Fremdmaterial in den organischen Abfällen. Es ist demnach nur eine Frage der Zeit, bis Metallteile in den Zerkleinerer gelangen“, so Donny. „Unter dem im Rahmen dieses Projekts geräumten Material waren Kanaldeckel und sogar die Zugdeichsel eines Traktors. Nach meiner eigenen Einschätzung haben wird durch das Damage Defense-System zehntausende Dollar Reparaturkosten und Zeit gespart.“

Phase 4: Ende gut, alles gut.

Die für die Zerkleinerung zuständigen Teams von Ceres arbeiteten sich in einem Monat durch 48,6 ha organischen Abfalls. Das vor Ort anfallende Material wird jetzt in Form von Biokraftstoff, als Mulch im Landschaftsbau und als organisches Material in der Landwirtschaft wiederverwertet. Das ist gut für die Umwelt, denn nichts davon landet als Müll auf einer Deponie.

Dank der Unterstützung von Ceres konnten zahlreiche vom Hurrikan „Michael“ betroffene Gemeinden schnell wieder zur Normalität zurückkehren.

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